Was ein 3D-Gebäudescan ist
Ein 3D-Scan von Gebäuden erfasst den gebauten Bestand so, dass er sich später räumlich betrachten lässt – nicht als Foto einer einzelnen Ansicht, sondern als zusammenhängender Raum, durch den man sich bewegt.
Der Begriff 3D-Gebäudescan steht dabei für sehr unterschiedliche Verfahren. Er wird für Laserscans verwendet, die Punktwolken erzeugen, ebenso für fotobasierte Verfahren, die aus Bildern rekonstruieren. Welches gemeint ist, entscheidet über Aufwand, Ausrüstung und darüber, wer den Scan überhaupt durchführen kann. siteviewer arbeitet fotobasiert.
Wie der Scan abläuft
Die Aufnahme machen Sie selbst, mit Technik, die im Unternehmen ohnehin vorhanden ist: in der Regel ein Smartphone, bei Fassaden und Dächern eine Drohne, für große Innen- und Außenflächen eine Action Cam.
Entscheidend ist nicht das Gerät, sondern die Abdeckung. Die Aufnahmen müssen sich ausreichend überlappen, damit die Rekonstruktion ohne Lücken auskommt – verwinkelte Technikräume brauchen deshalb mehr Sorgfalt als eine offene Hallenfläche.
Ändert sich später ein einzelner Arbeitsbereich, genügt eine neue Aufnahme genau dieses Bereichs, die in das bestehende 3D-Modell eingearbeitet wird. Auch das machen Sie selbst.
Vorhandene Punktwolken aus einem Laser- oder SLAM-Scanner lassen sich einbinden, etwa im E57- oder PLY-Format. Voraussetzung sind sie nicht.
Was aus dem Scan entsteht
Aus den Aufnahmen entsteht ein begehbarer 3D-Rundgang: eine fotorealistische Darstellung, in der sich Betrachter frei bewegen statt zwischen festen Standpunkten zu springen. Sie läuft im Webbrowser, ohne Installation beim Betrachter, und Distanzen wie Flächen lassen sich darin direkt abgreifen.
Genauigkeit und Grenzen
Die typische Genauigkeit liegt bei 0,5 bis 2 cm. Das trägt Orientierung, Abstimmung und Dokumentation – es ist aber kein automatisch vermessungstaugliches Ergebnis. Für zugesicherte Maße oder eine Weiterverarbeitung in CAD und BIM bleiben geeignete Scan-, Vermessungs- oder CAD-Daten nötig.
Grenzen entstehen dort, wo die Aufnahme an ihre Grenzen kommt: große strukturlose Flächen, starke Spiegelungen, bewegte Personen, wechselndes Licht und Bereiche, die verdeckt waren oder zu schnell durchlaufen wurden. Was nicht aufgenommen wurde, fehlt im Ergebnis – ohne einen Hinweis darauf.
Was der Scan kostet
Die Aufnahme machen Sie selbst, mit vorhandener Technik. Was darüber hinaus anfällt, hängt von Fläche, Zugänglichkeit, Qualitätsziel, gewünschtem Zugriff und davon ab, wie oft ein neuer Gebäudestand gebraucht wird. Die Einordnung in Demo, Core und Enterprise steht unter Preise.